künstliches schultergelenk

 

 

Das künstliche Schultergelenk

Die Omarthrose (Schulterarthrose) ist die häufigste Ursache für die Zerstörung der Gelenkflächen im Schultergelenk. Dies kann Folge eines Unfalls, einer chronischen Polyarthritis, eine chronische Instabilität und ausgedehnte Sehnenrisse der Rotatorenmanschette oder auch Altersverschleiss sein. Bringen therapeutische Massnahmen und konservative Behandlungen keine Erfolge mehr und ist der Leidensdruck zu gross sowie das Bewegungsausmass einschränkend und die Lebensqualität herabgesetzt, so muss die Implantation eines künstlichen Schultergelenkes in Betracht gezogen werden. Das künstliche Schultergelenk besteht aus hochwertigen Materialen die je nach Knochenqualität zementlos oder zementiert eingebaut werden. Die Verankerung erfolgt im Oberarmknochen und am Schulterblatt. Die Funktion der Schulter soll für das tägliche Leben wiederhergestellt werden und vor allem möglichst Schmerzfreiheit erlangt werden.

 

Planung und Durchführung

Die Diagnose ist anhand der Röntgenbilder möglich. Darauf ist in der Regel ein deutlich verringerter Gelenkspalt sichtbar sowie Osteophyten (Knochenausziehungen) nachweisbar. Anhand der Bilder wird die individuelle Planung vorgenommen.

 

Risiken

Operationsrisiken wie Verletzungen von Blutgefässen und nerven (v.a. des nervus axillaris) kommen selten (ca. 1%) vor. Aufgrund einer Drehung des Nerven Plexus während der Operation kann es zu Gefühlsstörungen kommen die sich meistens vorübergehend zeigen. Infektionen (1- 2%) können direkt im Anschluss an die Operation auftreten oder auch später. In diesem Fall kann es nötig werden das künstliche Gelenk auszubauen und eine antibiotische Therapie einzuleiten. Danach kann ein neues Kunstgelenk eingebaut werden.

 

Nachbehandlung

Der Eingriff wird im Spital Leuggern durchgeführt. Der stationäre Aufenthalt dauert ca. 5 bis 7 Tage. Ein optimales Zusammenwirken zwischen Operateur, Pflegefachpersonen und Physiotherapeuten sind uns sehr wichtig und begünstigen eine schnellen Heilungserfolg. Noch während dem Spitalaufenthalt beginnt die die Physiotherapie mit geführten Übungen. Der Arm wird in der Nacht in einer Schulterbandage für ca. 6 Wochen stillgelegt. Tagsüber ist dies nur bei Bedarf notwendig. Intensive Physiotherapie (2x wöchentlich) ist in den kommenden drei bis sechs Monaten notwendig. Nach 6 Wochen findet eine klinisch-radiologische Nachkontrolle in unserer Praxis statt.

 

Arbeitsunfähigkeit

Die Arbeitsunfähigkeit wird je nach beruflicher Tätigkeit mit dem behandelnden Arzt festgelegt.