Hüfttotalendoprothese       das Künstliche hüftgelenk

 

 

Das künstliche Hüftgelenk

Die Hüftarthrose, auch Coxarthrose genannt, ist eine Verschleisserkrankung der Knorpeloberfläche von Hüftpfanne und Hüftkopf. Sie ist eine der häufigsten Arthrose-Erkrankung bei Menschen und zeigt sich mit belastungsunabhängigen Schmerzen und zunehmender Bewegungseinschränkung. Zu den Ursachen können Vorerkrankungen oder frühere Unfälle gezählt werden. Oft kann jedoch kein offensichtlicher Grund eruiert werden. Die Diagnostik der Hüftgelenksarthrose erfolgt anhand von Röntgenbilder. Bleiben trotz erfolgter konservativer Therapie einschränkende Schmerzen zurück, gehört der Gelenksersatz zu der wirkungsvollsten Methode das Arthroseleiden zu behandeln. Dank kleineren Hautschnitten und unter Schonung der Muskeln und Sehnen, mit Hilfe von Spezialinstrumenten, werden sehr gute Resultate erzielt. Dies beinhaltet ebenfalls ein schnelles Heranführen zur Selbständigkeit. Bereits am Operationstag darf die Hüfte voll belastet werden.

 

Planung und Durchführung

Für die Diagnostik werden Röntgenbilder angefertigt, die ein genaues Bestimmen der Arthrose ermöglichen. Zudem wird anhand der Bilder eine digitale Planung vorgenommen. Die Bilder werden im Computer kalibriert und anschliessend bearbeitet. So können die Schnitte sowie die Prothesengrösse und Prothesenplatzierung simuliert werden. Ihr Hausarzt führt die nötigen präoperativen Untersuchungen durch. In der Anästhesiesprechstunde werden sie mit dem Narkosearzt die für sie geeignetste Narkoseart besprechen und über die Art wie diese erfolgt aufgeklärt.

 

Risiken

Die Versorgung mit einer Hüfttotalprothese ist in aller Regel planbar. Trotz allem gibt es auch bei dieser Operation Risiken. Hierzu zählen Infektionen, Nachblutungen, Verletzungen von Nerven, Thrombose, Luxation, Frakturen und Lockerungen.

 

Nachbehandlung

Der stationäre Spitalaufenthalt im Spital Leuggern dauert in der Regel ca. 5 – 7 Tage. Ein optimales Zusammenwirken zwischen Operateur, Pflegefachpersonen und Physiotherapeuten sind uns sehr wichtig und begünstigen einen schnellen Heilungserfolg. Bereits am Operationstag darf die Hüfte voll belastet werden. Mit Hilfe der Pflege und der Physiotherapie werden sie nach wenigen Tagen selbständig mobil sein. Nach dem Austritt ist häufig bereits keine Therapie mehr nötig. Falls gewünscht und medizinisch gerechtfertigt kann ein Reha-Aufenthalt organisiert werden. Dabei entscheidet Ihre Krankenversicherung über die Kostengutsprache. Gehstöcke sind während 6 Wochen empfohlen. 6 Wochen postoperativ wird der Therapieverlauf klinisch-radiologisch in unserer Praxis kontrolliert

 

Arbeitsunfähigkeit

Je nach beruflicher Tätigkeit (sitzend, stehend oder körperlich belastend) muss mit einer vollen Arbeitsunfähigkeit von 3 bis 12 Wochen gerechnet werden.

 

Sportfähigkeit

Das erste Ziel der Hüfttotalprothesenversorgung ist, dass sie ein schmerzfreies und aktives Leben führen können. Wir haben viele Patienten die ihre früheren sportlichen Aktivitäten wie beispielsweise Golfspielen, Velofahren, Wandern, Skifahren und Langlaufen wiederaufnehmen konnten.